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Mit der Bar im Haus änderte sich das plötzlich. Papa trinkt zwar nicht weniger, aber die Beschaffungskosten sind geringer. Nicht, dass wir das Bier auf Rechnung über das Internet einkaufen und dann nicht bezahlen, weil das Geschäft wegen Pappas annähernder Geschäftsunfähigkeit gar nicht zustande hätte kommen können: Nein, wir kaufen die Kisten ganz normal im Laden umme Ecke und zahlen somit einfach weniga. Omma haben wir das noch gar nich gesacht, die zahlt fleissig weiter. Mama hat sich mal mit ner Freundin darüber unterhalten über Papas Saufproblem. Und da hat die Freundin gesacht: "Schuld an der ganzen Mihsere is doch deine Schwigermutter - soll die doch finanziell dafür bluten - so bleibt da´s Geld jedenflls in der Familie und die Alte kann das Geld jedenfalls nicht alles der Kirche vermachen! (Ich glaub, die Freundin ist mit der Religion der Preussen beseelt, so ne richtig Katolische hätte sowas bestimmt nie gesacht. - Hoffentlich hat der liebe Gott das nicht gehört. Weil Opa ja schon bei ihm ist. Denn dann kricht oppa im Himmel bestimmt weniger zu trinken. Die leicht beflügelten Engel müssen Opa dann bestimmt jede zweite Runde überfliegen. Und dann guckt er denen bestimmt immer hinterher oder pfeifd womochlich auch noch - dann gieps vom Oberengel bestimmt eine Watschen (bzw. eins an die Backen, wie Ihr da oben immer sacht. Mit da oben mein ich natürlich da inn und bei Dangast, nicht da oben in Himmel. Auch wenn das in Dangas im Kurhaus immer son göttlichen Rababakuchen giebt. Aber - zurück zum Tema: Wir kaufen das Bier also jetzt direkt im Laden umme Ecke und Omma zahlt fix weiter. Und dann hat Mammas Freundin noch gesacht: " Du, Rosi, (so heißt meine Mama, richtig aber heißt sie Rosemarie), schlag doch mal richtig Kapital aus deinem Mann. Lasse ihn nicht so ganz allein an der Theke stehen, bedien Du ihn doch. Und rechne einfach am Ende ab. Und sprich auch zwischendurchmal mit ihm. So wie in guten Tagen. Aber lasse ihn nich so dicht rankommen. Du wirst sehen, er zahlt sogar noch´n Trinkgeld. Wehre Dich gegen sein Machogehabe! mache ihn zu Geld!" Emma, wie Mammas Freundin heißt, hatte sich da so richtig in Raje geredet. Eigentlich redet Emma fast nur, wollte ich mal sagen. Viel von dem was sie so sacht, behält nich mal Mamma, das müßte mann schon mit n Kassettenrekorda aufnehmen mit meehreren grossen Kasseten. Emma redet so viel, das nu schon wieda die Seite voll ist: also klig auf die nächst e Seite.
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